Imperial Castle Nuremberg Summertime – by Gerhard-Stefan Neumann …


The Imperial Castle Nuremberg is in the truest sense of the word the symbol of the Franconian metropolis. Like no other building, it stands for the city’s important position in the Holy Roman Empire of the German Nation. The castle to Nuremberg is divided into the imperial castle and the Burggrafenburg. It was built not only as a fortification but also as an imperial castle and imperial castle and is one of the most important fortifications in Germany and Europe. In Nuremberg, it is one of the most important art and architectural monuments of the city. After the devastating destruction of World War II, the entire ensemble has been restored over the past six decades.



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Leasing: „Benutzen“ statt „besitzen“ – von Gerhard-Stefan Neumann …


Laura 1„Der Teufel hole meinen Ruf!

Eine Arbeit brauche ich!

Ein Einkommen brauche ich!

Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe.“

G. B. Shaw

„Der Arzt am Scheideweg“, 1

(Dr. Ridgeon)

Leasing: „Benutzen“ statt „besitzen“ – von Gerhard-Stefan Neumann …

Laura 42Beim Abschluss eines Leasing-Vertrages gibt es sehr viel zu beachten, auch und gerade im privaten und kommunalen Bereich. Letzte Sicherheit können auch wir nicht vermitteln, wohl aber einen durchaus fundierten und eng umrissenen Überblick geben. Seit gut dreißig Jahren ist das Leasing aus unserem Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Dennoch ist, wie bei allen Verträgen, immer eine gute Portion Vorsicht angebracht. Die Fallstricke lauern vor allem im Kleingedruckten.

Laura 40Angesichts leerer Kassen und knapper Haushaltsmittel überlegen verständlicherweise immer mehr öffentliche wie auch private Haushalte, wie sie Kosten einsparen und so das eine oder andere Finanzloch stopfen können. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach „Leasing“ und weil die Vorteile des „Leasens“ von den „Leasinggebern“ so leicht, locker und verführerisch dargestellt werden, wird heutzutage fast alles „geleast“, was nicht niet und nagelfest ist. Doch eine gesunde Portion Vorsicht ist immer angebracht, vor allem dann, wenn dem vermeintlichen Kunden die bunten Hochglanzprospekte der Leasingbanken eine sorgenfreie „Leasing-Zukunft“ suggerieren wollen.

Laura 38Nürnberg. (gsn) – Leasing ist seit gut dreißig Jahren in aller Munde und erfreut sich gerade immer dann einer steigenden Beliebtheit, wenn in den Geldbeuteln und Kassen der Verbraucher mal wieder Ebbe angesagt ist. Und damit spielt es eigentlich keine Rolle, ob es sich bei letzteren um ein kommunales, öffentlich-rechtliches oder ein privates Klientel handelt. Dem sogenannten „Leasinggeber“ sind alle drei recht und sehr wohlfeil, vorausgesetzt, die verehrte und werte Kundschaft kann bis zum Ende des „Leasing-Vertrages“ die vorher vereinbarten „Leasing-Raten“ auf Heller und Pfennig bezahlen.

Laura 36„Mieten statt kaufen“. Mit diesem vielversprechenden und völlig neuen Slogan traten Mitte der sechziger Jahre anfangs noch hauptsächlich US-amerikanische Finanzierungsgesellschaften in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland mit dem erklärten Ziel auf den Plan, ein ganz wichtiger Wirtschaftszweig zu werden.

Das dies ihnen in sehr kurzer Zeit gelang, muss heute neidlos festgestellt werden.

Und natürlich war das Angebot verlockend:

Gerade mittelständische Firmen konnten so Nutzungsrechte an teuren Maschinen erwerben, die sie sich so niemals hätten leisten können. Nur, jeder Vertrag geht einmal zu Ende und was dann? Beispiel Immobilienleasing:

Laura 35Ganze Unternehmen verkauften ihre Firmensitze und mieteten sie für teures Geld zurück. Sicher, es gab erst mal Geld in die Kasse und man war liquide. So lange der „Laden“ lief, gab es mit den „Leasing-Raten“ auch keine Probleme, doch es gibt auch genügend andere und sehr bedrückende Beispiele.

Leasing ist nicht gleich Leasing, will heißen, jeder Schritt vor Vertragsabschluss will sehr sorgfältig bedacht sein, oft genug muss der vermeintliche Vorteil sehr teuer bezahlt werden.

Waren es anfangs noch Büro- und Schreibmaschinen, kamen etwas später die damals noch sehr teuren Computer und Datenverarbeitungsanlagen hinzu. Heute werden weltweit ganze Flugzeugflotten geleast. Nach eigenen Angaben ihres Bundesverbandes zählen die Leasinggesellschaften in Deutschland inzwischen 25 Prozent des verarbeitenden Gewerbes und etwa zwanzig Prozent des Handels zu ihren Kunden. Der weitaus größte Kundenanteil, nämlich etwa 35 Prozent kommt aus dem großen Kreis der Dienstleister und der Verkehrsunternehmen. Eine steigende und sehr beeindruckende Tendenz gibt es bei den privaten Haushalten zu vermelden, hier sind es vor allem Kraftfahrzeuge, die nicht mehr gekauft, sondern geleast werden. Allein Deutschlands Autobauer Nummer Eins, das Volkswagenwerk in Wolfsburg, „soll“ hierzulande fast 9OO.OOO Leasingverträge über seine hauseigene Bank abgeschlossen haben.

Laura 34Bislang hat sich die öffentliche Hand in Sachen Leasing sehr zurückgehalten, hier halten die Leasinggesellschaften nach eigenen Angaben einen Anteil von nicht mehr als fünf Prozentpunkten. Doch auch hier ist ein tendenzieller Anstieg zu vermelden:

Ganze Kindergärten, Kläranlagen, Krankenhäuser und Schulen werden komplett geleast. Einige notleidende Gemeinden verkauften sogar schon ihre Rathäuser um sie postwendend zurück zu mieten.

Ein solch aufsehenerregender Vorgang ereignete sich kürzlich in Schleswig-Holstein, die höchstrichterliche Rechtsprechung hierzu steht noch aus.

Und damit sind wir auch schon bei des Pudels Kern:

Laura 33Nach einer Definition der überaus kompetenten und angesehenen „Verbraucherzentrale Bayern“ bedeutet Leasing nichts anderes, als einfach „benutzen statt besitzen“. Der „Leasingnehmer“, egal ob kommunal, öffentlich-rechtlich oder privat, schließt beim „Leasinggeber“ einen „Leasingvertrag“ über ein x-beliebiges Produkt ab. Der „Leasinggeber“, der in den allermeisten Fällen mit einer „Leasingbank“ identisch ist, kauft das gewünschte Produkt auf „eigene Rechnung“ und stellt es dem „Leasingkunden“ entweder direkt oder über einen Händler für die Dauer des „Leasing-Vertrages“ zur Verfügung. Für diesen Zeitraum des Leasing-Vertrages“ verpflichtet sich der „Leasingnehmer“ zur Leistung entsprechender monatlicher oder jährlicher Gebühren. Zu beachten wäre vielleicht noch, wer für Reparaturen oder Wartungsarbeiten des so geleasten Produktes aufkommt. Selbstverständlich können auch diese Kosten in einen „Leasing-Vertrag“ aufgenommen werden, allerdings erhöhen sich dadurch natürlich auch die Gebühren entsprechend. Soweit die gängige „Leasing-Praxis“.

Laura 32Als höchst problematisch sind alle „Leasing-Verträge“ anzusehen, die eine sogenannte „Restwert-Abrechnung“ am Schluss des Vertrages vorsehen. Dies bedeutet nämlich, dass das geleaste Produkt am Vertragsende „noch einen zu Beginn des Vertrages vereinbarten Restwert haben muss!“

Sollte das geleaste Produkt dann aber tatsächlich einen niedrigeren Restwert haben, wird der Kunde vom Leasinggeber für den Differenzbetrag in Regress genommen.

Um eben diesen Restwert gibt es in nahezu jedem Leasing-Vertrag unterschiedliche Ansichten und oft genug treffen sich die Parteien vor den Gerichten wieder. Und auch hier sind kommunale und öffentlich-rechtliche Kunden genauso betroffen wie die privaten Haushalte.

Laura 31Ein Beispiel:

Für einen kommunalen Verkehrsbetrieb wird es mit Sicherheit günstiger sein, den oder die neuen Busse mit einer vorher ganz genau festgelegten Kilometerbegrenzung zu „leasen“, als sich auf eine unsichere „Restwert-Abrechnung“ einzulassen.

Nach Ansicht von unabhängigen Fachleuten, bringt das „Leasing“ für den privaten Haushalt so gut wie keine Vorteile, es sei denn, dass überschüssiges Vermögen in die eine oder andere Anschaffungs- oder Vermögensmaßnahme gesteckt werden kann. Dennoch fallen hierzulande jedes Jahr hunderttausende unserer Landsleute auf die überaus verlockenden Angebote der „Leasinggesellschaften“ herein. Und warum? Vielfach sind deren Angebote niedriger als der günstigste Ratenkredit der Banken. Übersehen wird leider die Geschichte mit dem schon mehrmals erwähnten „Restwert“ und damit beginnt dann auch regelmäßig das Fiasko der Leasingnehmer.

Laura 23Grundlegend anders sieht es natürlich bei den kommunalen, öffentlich-rechtlichen und gewerblichen Unternehmen aus:

Dort können die „Leasingraten“ als Betriebsausgaben beim zuständigen Finanzamt geltend gemacht und somit kann die Steuerlast entsprechend gesenkt werden.

Doch auch hier muss den Verantwortlichen ganz klar gesagt werden:

Bestehen Sie unbedingt auf einen „Wirtschaftlichkeitsvergleich“ der „Leasing-Firma“ und lassen Sie diesen unbedingt von einem unabhängigen Finanzfachmann prüfen. Verweigert Ihnen der „Leasinggeber“ diesen Vergleich, dann können Sie dessen Angebot getrost in den Papierkorb werfen.

Laura 24Übrigens und damit wollen wir in keinem Falle an der fachlichen Kompetenz unserer Leserinnen und Leser zweifeln, aber auch der kommunale Kunde sollte auf der exakten Angabe des „Effektivzinses“ bestehen und diesen in jedem Falle im „Leasing-Vertrag“ festschreiben lassen.

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