Machtkampf Union: Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann – ein Film von Gerhard-Stefan Neumann …


In diesen aufgeregten Tagen hat seine bayerische und göttliche Majestät, Horst der Erste, Herrscher von Ingolstadt, Deggendorf, Straubing und der Winkelmoos Alm seinen erstaunten Untertanen allergnädigst mitgeteilt, dass er nun doch beabsichtige, seinen Ziehsohn und den letzten Tempelritter, Hans-Georg vom Stamm der gescheiterten und verkrachten Verfassungsschützer in die politische Hölle zu verbannen.

Horst der Erste verkündete diese schicksalsschwere Entscheidung mit tränen erstickter und gebrochener Stimme und er zeigte sich vom Verhalten seines Ziehkindes menschlich als zutiefst enttäuscht.

Was war geschehen?

Der so in Ungnade gefallene Hans Georg hat in einer seiner letzten Reden vor der geneigten Versammlung aller europäischer Wegelagerer, Raubritter und Waschlappen – Verzeihung, es muss natürlich heißen Schlapphüte – seinen Beschützer, Gönner und Förderer, eben Horst dem Ersten, verbal kräftig dorthin getreten, wo es bei einem männlichen Wesen bekanntermaßen besonders wehtut.

Nun, meine lieben Freundinnen und Freunde, das wäre, wie aus den für gewöhnlich gut unterrichteten Kreise zu erfahren war, nicht weiter tragisch gewesen und Horst der Erste hat die verbale Attacke auf sein wertvollstes Körperteil seines so missratenen Ziehsohnes auch gut überstanden – denn wo nichts ist, da kann auch bekanntlich nichts wehtun.

Hans-Georg der letzte Tempelritter und Schutzpatron aller Schlapphüte und solcher die es noch werden wollen, hat es nämlich gewagt, die jüngsten Ereignisse in der sächsische Metropole Chemnitz noch einmal einer genaueren Betrachtungsweise zu unterziehen – was natürlich mit der regierungsamtlichen Hofberichterstattung in keinster Weise kompatibel war.

Nun, meine lieben Freundinnen und Freunde, wie Sie sicherlich noch wissen werden, hatte ich für meinen Teil in mit den Geschehnissen von und um Chemnitz herum auch eines etwas andere Sicht der Dinge. Bei näherer Betrachtung muss ich aber heute fairerweise sagen, das es so, wie es die Hofberichterstatter damals formuliert haben, eben auch nicht gewesen sein kann.



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Zeitenwende Deutschland: Angela Merkel und der lange Abschied von der Macht – ein Film von Gerhard-Stefan Neumann …


Im politischen Berlin und in den beiden Landeshauptstädten München und Wiesbaden überschlagen sich in diesen Tagen die Ereignisse – was natürlich für uns politische Journalisten und politische Kommentatoren eine gewisse Herausforderung darstellt.

So geht es auch in meinem heutigen Beitrag gelegentlich etwas durcheinander, aber das sind meine Abonnenten und Abonnentinnen von mir ja fast schon gewohnt.

Bevor ich auf die Ereignisse von diesem Sonntag und damit zur Hessenwahl komme, lassen Sie mich noch bitte kurz auf zwei wichtige und herausragende Geschehnisse der letzten Woche zurückkommen.

Vielleicht nur kurz so viel:

Für die Armen und Schwachen in Hessen ändert sich rein gar nichts – will heißen, sie bleiben auch nach dieser Wahl arm und schwach. Die bei uns herrschende politische und wirtschaftliche Klasse hat auf der ganzen Linie den Sieg davongetragen – vielleicht mit der kleinen Einschränkung, dass auf der nicht mehr ganz blütenreinen schwarzen Weste ein paar grüne Flecken mehr dazugekommen sind. Ob da noch ein paar kleine gelbe Flecken hinzukommen werden, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen.

Auf Druck der beiden zurückliegenden Landtagswahlen hat sich Angela Merkel doch zu dem Entschluss durchgerungen, wenigstens einen Teil ihrer Macht abzugeben. Allerdings und das ja mehr als erstaunlich, möchte sie bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzlerin bleiben.

Soviel Unverfrorenheit muss man sich erst einmal vorstellen.

Die Deutschen können diese Dame in ihrer ganz großen Mehrheit schlicht und einfach nicht mehr ertragen, nicht mehr sehen und die eigene Partei übrigens auch nicht.

Die Dame hat versagt und zwar auf der ganzen Linie:

Einmal, in dem sie die große und stolze Volkspartei CDU in einer nicht verantwortbaren Art und Weise nach links gerückt hat. Die DDR 2.0 lässt schön grüßen. Sie hat in der Euro Rettungspolitik versagt und sie hat es zugelassen, dass die Ersparnisse von deutschen Sparern und Rentnern und dies im wahrsten Sinne des Wortes den Bach heruntergegangen sind. Die Energiewende ist und war nicht nur übereilt, sie war schlicht und einfach dilettantisch und die Öffnung der bundesdeutschen Grenzen im Jahre 2015 war in meinen Augen – und so wie ich das sehe – ganz einfach ein Verbrechen am deutschen Volk.



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Bayern Wahl 2018: Der große Knall ist (vorerst) ausgeblieben – ein Film von Gerhard-Stefan Neumann …

 


In diesen aufgeregten Tagen erzählen uns die obersten politischen Staatsschauspieler immer wieder und permanent wie All Rad, wie angeblich wichtig die politische Stabilität in diesem unserem Lande wäre.

Nun, so wie ich das sehe, denken dabei unsere führenden politischen Pappnasen wohl eher an die eigene Stabilität, das eigene Fortkommen, an das eigene Pöstchen, an die eigene Macht und vor allem an das eigene Geld.

Es ist bei uns doch alles wie gehabt, wie bekannt, wie stabil – halt so wie immer halt.

Nach letzten und unbestätigten Meldungen soll und wird der Brexit noch einmal auf unbestimmte Zeit verschoben, will heißen, die in Brüssel amtierende Kommission tut alles, aber auch wirklich alles, um die britischen imperialistischen Ausbeuter und Sklaventreiber in der Europäischen Union zu halten.

Nicht viel besser sieht es mit und in Italien aus. Die Italiener machen da munter weiter wo sie aufgehört haben – nämlich beim und mit dem Schuldenmachen.

Können sie auch ganz beruhigt tun, denn die blöden Deutschen werde ihnen gerne aus der derzeitigen finanziellen Verlegenheit helfen – und natürlich wird die Europäische Kommission alles aber auch alles tun um diese italienischen Mafia Gangster in der Europäischen Union zu halten – eben auf Teufel komm heraus.

Der türkische Möchtegern Despot und Diktator Erdogan hat in diesen Tagen gleich die Kreise tonnenweise gefressen – ist schon klar warum – er braucht für seine Diktatur und seinen Polizeistaat jede Menge Kohle und wo soll der ganze Schotter herkommen? Klar doch, keine Frage von den alten Nazis und ewig Unverbesserlichen also aus Deutschland. Wetten das, er diese auch kriegt?

Bis zur Stunde sind die dramatischen Vorgänge rund um den Kölner Hauptbahnhof von dieser Woche noch nicht ganz geklärt. Sicher ist nur, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich gezogen hat und dies macht er nach allen Erfahrung nicht aus reinem Jux und Spaß an der Freude – da muss schon etwas mehr dahinterstecken.



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Nürnberg: Das Christkind lädt zum 387. Mal zu seinem Markt ein – von Gerhard-Stefan Neumann …

Christkindlesmarkt Vol. 272„Der Teufel hole meinen Ruf!

Ein Einkommen brauche ich!

Eine Arbeit brauche ich!

Ich berste vor Neid, wenn ich eure schönen Frauen, eure edlen Automobile und eure teuren Landhäuser sehe …“

G. B. Shaw

„Der Arzt am Scheideweg“, 1

(Dr. Ridgeon)

Christkindlesmarkt Vol. 270Nürnberg: Das Christkind lädt zum 387. Mal zu seinem Markt ein …

Das Nürnberger Christkind absolviert bis Heiligabend an die 150 Termine und erfreut dabei nicht nur „Groß“ wie „Klein“ sondern gibt auch behinderten und kranken Menschen, Trost, Wärme und Zuversicht.

Es ist einer der anstrengendsten, aufregendsten und härtesten aber auch schönsten „Jobs“, den die Frankenmetropole Nürnberg alle zwei Jahre zu vergeben hat; ein Job auf Zeit und natürlich dem weiblichen Geschlecht vorbehalten. Außerdem ist er weniger ein Beruf als vielmehr eine „Berufung“. Die für diese Tätigkeit in Frage kommenden Aspirantinnen müssen mindestens sechzehn Jahre jung und dürfen höchstens neunzehn Jahre alt sein. Gute Fitness und absolute Schwindelfreiheit wird vorausgesetzt.

Christkindlesmarkt Vol. 268Ein fachkundiges und kompetentes Kuratorium wählt die Kandidatinnen nach Ausstrahlung, Charme, Esprit, Schulbildung, Schönheit und Sprachkenntnissen aus. Ein bis zwei Fremdsprachen sollten es schon sein, denn schließlich wird das „Nürnberger Christkind“ die Stadt nach seiner offiziellen „Amtszeit“ als Botschafterin in aller Welt vertreten.

Die Wahl des „Nürnberger Christkindes“ erfolgt seit 1969 absolut demokratisch, denn die Bürgerinnen und Bürger haben ein „amtlich-verbrieftes“ Mitspracherecht.

Christkindlesmarkt Vol. 266Das Christkind der Jahre 2001/2002 war die bildhübsche Marisa Sanchez (das erste Nürnberger Christkind mit inzwischen hinreichend bekannten Migrations-Hintergrund) eine in Nürnberg geborene Tochter spanischer Eltern. Über ihre „Berufung“ gab es erhebliche, teilweise kontrovers geführte Auseinandersetzungen; schließlich gelten die „Peterlesboam“ und „Peterlesmadlas“ als ziemlich bodenständig und allem Neuen gegenüber nur wenig aufgeschlossen.

Nürnberg (gsn) – Die Frankenmetropole Nürnberg zählt anfangs des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu den wohl interessantesten und herausragendsten Großstädten in Europa.

Christkindlesmarkt Vol. 264Nach den verheerenden Zerstörungen des furchtbaren Zweiten Weltkrieges war die Innenstadt zu mehr als neunzig Prozent zerstört. Die Architekten des Wiederaufbaus sprechen inzwischen schon von einem „Total-Verlust“. Das ehemalige „Schatzkästlein des Deutschen Reiches“ hat für die eigenen politischen Irrtümer und die der deutschen Nation einen sehr hohen Preis bezahlt.

Das Synonym „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt …“ könnte, wäre es nicht so makaber, in der Trümmerlandschaft des Nürnberger Hauptmarktes entstanden sein.

„… tiefgreifender Strukturwandel im Zeichen der Burg …“

Christkindlesmarkt Vol. 262Der Wiederaufbau Nürnbergs dauerte gut fünfzig Jahre und war eigentlich erst 1989 endgültig abgeschlossen, als die Baumeister den letzten noch fehlenden Reichsadler auf der Kaiserburg ersetzen konnten. Wirtschaftlich boomte in jenen Gründerjahren die große Stadt in der nordbayerischen Provinz. Firmen wie „AEG“, „MAN“, „Nürnberger Versicherung“ (Werbeslogan: Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg), „Siemens“ und „Triumph-Adler“ gaben den Menschen nicht nur einen guten Lohn und damit reichlich Brot, sondern sorgten auch für viel Glanz und Gloria und einen immer gut gefüllten Stadtsäckel.

Christkindlesmarkt Vol. 260Wenn wir in diesem Zusammenhang von der Frankenmetropole Nürnberg sprechen, meinen wir auch die Städte Erlangen und Fürth. Denn dieses Städtedreieck ist untrennbar miteinander verbunden und zumindest wirtschaftlich gesehen, schon längst ein regionales in sich geschlossenes Gebiet. Nur, die Politik und die Politiker scheinen das noch nicht ganz begriffen zu haben. Unternehmerpersönlichkeiten wie Karl Diehl, Max Grundig, Gustav Schickedanz und der „Eiskönig“ Theo Schöller prägten zu ganz wesentlichen Teilen die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland.

Christkindlesmarkt Vol. 258Nicht vergessen werden soll auch der Fürther Wirtschaftsprofessor Ludwig Erhard. Sein Name ist untrennbar mit dem Wirtschaftswunder Deutschland in der Nachkriegszeit verbunden. Als Gründungsmitglied der „Gesellschaft für Konsumforschung“ (GfK) legte er den eigentlichen Grundstein für die heutige „Informations- und Kommunikationsindustrie“ (IuK) in Nürnberg und der Region Mittelfranken.

„… an der Grenze zwischen Ost- und Westeuropa versucht die Frankenmetropole den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Modernisierung …“

Christkindlesmarkt Vol. 256In der Region Mittelfranken mit dem Städtedreieck Nürnberg, Erlangen, Fürth leben rund 1,75 Millionen Menschen und sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 45 Milliarden EURO. Damit gehören die drei Städte zu den größten und erfolgreichsten Ballungszentren in der Bundesrepublik Deutschland.

Das zweithöchste Bürogebäude im Freistaat Bayern steht übrigens nicht etwa in München, wie man leicht vermuten könnte, sondern in Nürnberg und es gehört der „Nürnberger Versicherungsgruppe“.

Christkindlesmarkt Vol. 254Die drei größten Arbeitgeber in der Region Mittelfranken sind die Siemens AG mit etwa 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gefolgt von Karstadt-Quelle mit etwa 10.000 und der Herzogenauracher Wälzlagergruppe INA mit rund 8.500 Beschäftigten. Letztere wurde kürzlich in einer nicht gerade freundlichen Übernahme von dem Schweinfurter Wälzlagerkonzern Kugelfischer FAG geschluckt und sorgte bei den braven und biederen Mittelfranken für reichlich Aufregung und helle Empörung. In Herzogenaurach sind auch die beiden äußerst erfolgreichen Sportartikelhersteller „Adidas-Salomon“ und „Puma“ zu Hause. Sie bringen es beide auf Umsätze in Milliardenhöhe und beschäftigen in der Region geschätzte 3.000 Menschen.

Christkindlesmarkt Vol. 252Ein großes „Sorgenkind“ ist nach wie vor das Fürther Traditionsunternehmen „Grundig AG“. Gerade noch rund fünftausend Arbeitsplätze stellt der Unterhaltungselektronikkonzern der Region und den Menschen zur Verfügung und jedes Jahr werden es klammheimlich ein paar hundert weniger.

Der Strukturwandel hat seit Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auch die Region Mittelfranken nicht verschont. Allein im Städtedreieck Nürnberg, Erlangen, Fürth sind in der feinmechanischen Industrie – vorsichtig geschätzt – rund 40.000 Arbeitsplätze verlorengegangen; in der ganzen Region Mittelfranken waren es im gleichen Zeitraum rund 100.000 Arbeitsplätze.

Christkindlesmarkt Vol. 250Zwar wurden im gleichen Zeitraum im weiten Feld des Bereiches „Dienstleistung“ 150.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, aber gleichwohl muss gesagt werden, dass nicht jeder Feinmechaniker

z. B. ein guter und geeigneter Call Center Agent ist, vor allem nicht zu den Konditionen, die in dieser Branche im allgemeinen geboten werden.

Insgesamt gesehen liegt die Region Mittelfranken in Sachen Arbeitslosigkeit so schlecht nicht, zumindest nicht im direkten Vergleich mit anderen westlichen Bundesländern. Legt man allerdings die Zahlen der bayerischen Arbeitslosenstatistik zugrunde, dann „dümpeln“ die Mittelfranken immer noch am Ende der Tabelle.

Christkindlesmarkt Vol. 248„…von all dem wissen unsere Kinder und die Touristen aus aller Welt die Jahr für Jahr in die große nordbayerische Metropole strömen, naturgemäß nichts oder zumindest nicht sehr viel …“

In wenigen Tagen ist es nun wieder soweit:

„Das Christkind lädt zu seinem Markte ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein.“ Mit dem Schlusssatz des feierlichen Prologs wird das Nürnberger Christkind in schwindelnder Höhe von der Empore der Frauenkirche am Hauptmarkt zu Nürnberg „seinen“ traditionellen Weihnachtsmarkt eröffnen. Gut zwanzig nationale und internationale TV-Stationen werden „live“ über Satellit von diesem Ereignis berichten. Damit ist denn auch die Frankenmetropole Nürnberg im wahrsten Sinne des Wortes „wieder in aller Munde“ und zwar mit Glühwein, Lebkuchen und „Nermbärcher Bratwerscht“. Sollte sich auch noch der „Club“, der „1. FCN“ mit einem halbwegs achtbaren und vor allem sicheren Tabellenplatz in die verdiente Winterpause verabschiedet haben, kann das Christkind gerne kommen – zumindest für die Kinder und die fränkischen Fußballfans.

Christkindlesmarkt Vol. 246„… das Christkind lädt zu seinem Markt ein …“

Den weltbekannten Nürnberger Christkindlesmarkt gibt es nunmehr seit über 387 Jahren und seit 1948 wird der klassische Prolog von der Empore der Frauenkirche aus gesprochen. Das erste und inzwischen leider verstorbene Nürnberger Christkind war die fränkische Volksschauspielerin Sophie Keeser.

Damals wie heute zieht der unvergleichliche Markt die Menschen in seinen Bann und öffnet ihre Herzen. Wenn am 24. Dezember dieses Jahres die Lichter in der Budenstadt am Nürnberger Hauptmarkt erlöschen, haben nicht nur etwa zwei Millionen Menschen den Christkindlesmarkt und die Stadt Nürnberg besucht, sondern Millionen Menschen in der ganzen Welt über Internet und Satellit an diesem Medienereignis teilgenommen.

Auch der Kämmerer der Frankenmetropole wird über die eine oder andere EURO Million in seinem Stadtsäckel froh sein; denn das ist er auch, der Nürnberger Christkindlesmarkt – ein gigantisches Wirtschaftsunternehmen. Bleiben die Besucher aus, zum Beispiel aus der Furcht vor Terror-Anschlägen, so geht es dem Markt im wahrsten Sinne des Wortes finanziell „an den Kragen“.

Christkindlesmarkt Vol. 242„… Nürnberg oder Augsburg – der Historikerstreit um den ältesten Markt …“

In den vergangenen Jahren hat der Nürnberger Christkindlesmarkt mächtig Konkurrenz bekommen. Jede größere deutsche Stadt, die es sich leisten kann und die halbwegs etwas auf sich hält, richtet für ihre Bürgerinnen, Bürger und Besucher einen eigenen Weihnachtsmarkt ein

Sprichwörtlich aus allen Wolken fielen vor einigen Jahren die Stadtoberen der Schwabenmetropole Augsburg, als ein „findiger und äußerst übereifriger“ Historiker entdeckte, dass der „hauseigene“ Weihnachtsmarkt „mindestens“ 160 Jahre älter sei, als der Nürnberger Christkindlesmarkt. Zwar sprechen die Augsburger Archive „nur“ von einem sogenannten „Lebkuchenmarkt“ – aber immerhin. Flugs mussten alle bereits gedruckten Werbeplakate überklebt und die bereits vorhandene Werbestrategie entsprechend geändert werden. Die ganze Aktion kostete die Augsburger Steuerzahler mindestens 25.000 EURO – natürlich „ergebnisoffen“. Inzwischen hat sich die Begeisterung in der Stadt der Fugger wieder gelegt und eine allgemeine Ernüchterung ist eingetreten. Schließlich bringt es der Augsburger Weihnachtsmarkt gerade mal auf 500.000 Besucher und auf eine höhere Anzahl von Menschen ist die schöne Stadt am Lech auch aus rein logistischen Gründen gar nicht eingerichtet.

Christkindlesmarkt Vol. 238Im Übrigen ist der Augsburger Weihnachtsmarkt aber „intimer und beschaulicher“ als sein berühmtes Gegenstück in Nürnberg. Schon das städtebauliche Ensemble mit dem wunderschönen Rathaus des berühmten Augsburger Stadtbaumeisters Elias Holl, dem Perlachturm und den herrlich wieder aufgebauten Patrizierhäusern rund um den Augsburger Rathausplatz sprechen für sich. Der Augsburger Ex-Oberbürgermeister Dr. Peter Menacher sagte einmal in einem ähnlichen Zusammenhang, „immer dann wenn er von seinem Amtszimmer auf den Rathausplatz hinunter sieht, meine er, seine Stadt läge im nördlichen Italien.“

Christkindlesmarkt Vol. 236Der Autor und die Redaktion empfehlen daher allen interessierten Leserinnen und Lesern doch gleich beide Weihnachtsmärkte zu besuchen. Schließlich liegen beide Städte recht nah beieinander und so ganz nebenbei lernen Sie die beiden faszinierendsten und schönsten Städte des deutschen Mittelalters höchstpersönlich kennen und vielleicht sogar lieben.

„… die Beschriftung dieser Spanschachtel gilt derzeit als ältester Nachweis der Existenz des Nürnberger Christkindlesmarktes …“

Christkindlesmarkt Vol. 234Doch zurück zum Nürnberger Christkindlesmarkt und zu unserem Beitrag. Es gilt inzwischen unter Historikern als gesichert, dass der Christkindlesmarkt auf das Jahr 1530 zurückgeht. In den bisher noch nicht publizierten Briefen des Nürnberger Ratsherren und Humanisten Willibald Pirckheimer (1470 – 1530), welche die Heidelberger Historikerin Helga Scheible bearbeitet, heißt es, die Nonnen aus dem Kloster Bergen nahe dem fränkischen Hersbruck hätten im Advent „nach Gewürzen von dem Markt“ geschickt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war hier die Rede vom Nürnberger Markt. Im Jahre 1628 wurde auf dem Boden einer neunzehn Zentimeter langen, ovalen und mit Blumen bemalten Spanschachtel aus Nadelholz diese mit schwarzer Tinte geschriebene Inschrift gefunden:

Christkindlesmarkt Vol. 232„Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin (oder Elbsin) zum Kindles-Marck überschickt 1628.“

In dieser Schachtel befinden sich zwölf Seidenstränge unterschiedlicher Stärke, die den originalen Inhalt darstellen. Sie wurde wohl 1628 auf dem Markt samt Inhalt angeboten. Diese Schachtel befindet sich heute im Besitz des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg; die Beschriftung der Spanschachtel gilt derzeit als ältester Nachweis der Existenz des Nürnberger Christkindlesmarktes. Der Altdorfer Universitätsprofessor Christoph Wagenseil nennt in der zweiten, lateinisch gedruckten Stadtgeschichte im Jahre 1697 „De … civitate Norimbergensis commentatio …“ den Christkindlesmarkt. Er bezeichnet ihn als „Christkindleinsmarck“.

Christkindlesmarkt Vol. 230„… neue Veranstaltungen rund um den Hauptmarkt ergänzen das Angebot …“

Den vielen großen und kleinen Besuchern des Nürnberger Christkindlesmarktes werden geschichtliche Ereignisse sicherlich nicht so wichtig sein; da sind die vielen süßen und verführerischen Leckereien schon wichtiger:

Den „Nürnberger Christkindlesmarkt Glühwein“ gibt es inzwischen schon für die Kleinen in einer alkoholfreien Version und der Duft der berühmten Nürnberger Bratwürste ist genau so verlockend, wie die leckeren Lebkuchenherzen. Ob es die anlässlich des 950. Stadtjubiläums gegründete „Nürnberger Kinderweihnacht“ und das „Sternenhaus“ am Hans-Sachs-Platz auch in diesem Jahr noch einmal geben wird, stand bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Bitte fragen Sie Ihr Reisebüro oder schauen Sie im Internet nach. Die Adresse finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Christkindlesmarkt Vol. 228„… ohne das Christkind geht absolut nichts …“

Eine unmittelbar am Geschehen Beteiligte ist in jedem Falle ganz besonders wichtig und ohne sie läuft überhaupt nichts – das Nürnberger Christkind. Es ist in diesen Wochen die uneingeschränkte Königin des Nürnberger Christkindlesmarktes und keiner anderen fliegen in diesen Tagen die Herzen der „Kleinen“ und der „Großen“ mehr zu, als ihr.

Und um es gleich vorwegzunehmen, das Nürnberger Christkind ist kein Rauschgoldengel, sondern ein liebenswürdiges Mädchen als Christkind verkleidet. Diesen Traumjob gibt es, wie bereits erwähnt, nur in der Frankenmetropole Nürnberg; es ist eine Tätigkeit auf Zeit und ausschließlich jungen Damen im Alter von sechzehn bis neunzehn Jahren vorbehalten.

Christkindlesmarkt Vol. 226Über die örtlichen Medien können sich die Mädchen mit Bild und Lebenslauf bewerben, vorausgesetzt, dass sie das „richtige“ Alter haben, mindestens 160 cm groß und absolut schwindelfrei sind. Über eine gute Fitness sollten sie auch verfügen, denn immerhin gilt es, weit über einhundert öffentliche Auftritte zu absolvieren, Rundfunk und Fernsehtermine nicht eingeschlossen.

Ist das Christkind dann endlich in Amt und Würden, geht der Stress auch schon los:

Christkindlesmarkt Vol. 224Kostümprobe, Maskenprobe, Sprech- und Stimmprobe und viele Pressekonferenzen. Die Hauptlast der „Inthronisation“ des Christkindes tragen die Masken- und Kostümbildner der Städtischen Bühnen Nürnberg. Dafür, dass das Christkind auch „stimmlich“ gut rüberkommt, sorgt das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks. Allein der technische Aufwand ist riesig. Und, das Christkind wird „herumgereicht“. Zum Glück hat es ein eigenes „Christkind-Mobil“ nebst Chauffeur und wird es einmal zeitlich ganz eng kann auch auf eine polizeiliche Eskorte zurückgegriffen werden. Mit einem Modelwettbewerb unserer Tage hat das Auswahlverfahren nichts zu tun; ein Nürnberger Christkind muss neben Ausstrahlung, Charme, Esprit auch eine ganze Menge Köpfchen haben. Die Kids unserer Tage können auch ein „Christkind“ ganz schön beanspruchen und manchmal mit ihren Fragen sogar ins „Schwitzen“ bringen. Das Christkind in spe muss nicht unbedingt in Nürnberg geboren sein, in jedem Fall aber schon längere Zeit hier wohnen. Die „Amtszeit“ des Christkindes beträgt genau zwei Jahre, danach vertritt es als Botschafterin die Stadt in aller Welt.

Christkindlesmarkt Vol. 222Und, aus allen „Christkindern“ der Frankenmetropole ist auch in beruflicher Hinsicht bislang immer etwas geworden.

Übrigens:

Die Nürnberger Christkinder sind während ihrer „Amtszeit“ vom Schulunterricht befreit – nicht aber vom Lehrstoff; den müssen sie alle in kürzester Zeit nachholen. Darum aufgemerkt, auch ein Christkind muss lernen …

Christkindlesmarkt Vol. 220Head of Production

Gerhard-Stefan Neumann

Freier Journalist + Werbetexter (GdbR)

COPYRIGHT © 2018 GERHARD-STEFAN NEUMANN MEDIA TV

Copyright und alle Rechte ausschließlich beim Autor dieses Beitrages.

Nachdruck nur gegen Beleg und Honorar und „nur nach vorheriger Genehmigung gestattet.“

Christkindlesmarkt Vol. 218Anreise:

Die Frankenmetropole Nürnberg ist von vielen Großstädten aus umsteigefrei per ICE, IC/EC und IR leicht und kostengünstig zu erreichen. In vielen Tickets, speziell für den Christkindlesmarkt, sind die Kosten für öffentliche Verbindungen wie Bus, Straßen- und U-Bahn bereits enthalten. Fragen Sie bitte in Ihrem Reisebüro oder bei der Bahn AG nach. Vom Hauptbahnhof Nürnberg fahren Sie mit der „U 1“ in Richtung Fürth ; an der ersten Haltestelle „Lorenzkirche“ steigen Sie aus und folgen der Wegbeschreibung. Bis zum Christkindlesmarkt sind es dann nur noch wenige Minuten.

Christkindlesmarkt Vol. 216Hotelbuchungen:

Nürnberg verfügt über eine ausreichende Zahl an Gästebetten in allen Kategorien. Allerdings sollten Sie frühzeitig buchen. Zahlreiche Veranstalter verfügen über entsprechende Arrangements. Autofahrern wird dringend empfohlen, frühzeitig „P + R“ Parkplätze aufzusuchen und öffentliche Beförderungsmittel zu benutzen. Im unteren Feld der Fahrkartenautomaten finden Sie die Hinweise für „Tages- und Familienkarten“. Im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth gilt die Preisstufe „2“. Die Verbindungen sind in Nürnberg sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Allerdings hier schon der dringende Rat:

Lassen Sie bitte auf keinen Fall irgendwelche Wertgegenstände im Auto liegen!

Christkindlesmarkt Vol. 212Essen und Trinken:

„Nermbärcher Bratwerscht“ und „Glühwein“ bekommen Sie überall rund um den Christkindlesmarkt, ebenso die sattsam bekannten Fastfood Ketten europäischer und amerikanischer Marken. Wenn Sie es „fränkisch“ mögen, empfehlen wir unter anderem:

Bratwurstglöcklein im Handwerkerhof am Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt,

Bratwurstglöcklein an der Sebalduskirche (Rathausplatz 1),

Bratwurst Röslein am Rathausplatz 6,

Das Goldene Posthorn, Glöckleinsgasse 2,

Das Restaurant im Heilig-Geist-Spital in unmittelbarer Nähe des Christkindlesmarktes.

Im Übrigen können Sie in Nürnberg die kulinarischen Spezialitäten (fast) aller Kulturkreise probieren und genießen. Konsultieren Sie bitte Ihren Reiseführer.

Christkindlesmarkt Vol. 208Sicherheit:

Die Frankenmetropole Nürnberg zählt zu den sichersten deutschen Großstädten und die Sicherheitsbehörden haben gerade bei Großveranstaltungen ein besonders wachsames Auge auf ihre „Kundschaft“. Dennoch können die Beamten nicht überall sein und oft genug haben die Täter wirklich ein „leichtes“ Spiel. Gerade zur Mittagszeit oder zu Beginn der Dämmerung haben sogenannte „Beutelschneider“ Hochkonjunktur. Ohne dass die Passanten überhaupt etwas merken, schneiden oder schlitzen diese Herrschaften ruckzuck Taschen jeder Art auf.

Christkindlesmarkt Vol. 206Deshalb:

Legen Sie Ihre Geldbörse weder in den Einkaufskorb oder –wagen, noch oben auf die Einkaufstasche. Tragen Sie Geld, Papiere und sonstige Wertsachen stets in den „verschlossenen Innentaschen“ Ihrer Kleidung, im „Brustbeutel“ oder in einer „Gürtelinnentasche“. Lassen Sie Ihre Tasche in Restaurants, im Kaufhaus oder bei der Anprobe in Umkleidekabinen nie unbeaufsichtigt. Üben Sie auch äußerste Vorsicht beim Bezahlen mit Scheckkarten:

Christkindlesmarkt Vol. 204Wenn die Geheimzahl ausgespäht ist, wird die Karte zu einem besonders wertvollen Diebesgut. Nehmen Sie möglichst gar keine Handtaschen mit, sondern benutzen Sie die eben erwähnten Brustbeutel. Frauen sollten das Geld unbedingt Begleitern mit sicherer Innentasche anvertrauen. Verzichten Sie so weit es immer geht auf den Einsatz von Scheck- oder Kreditkarten. Nehmen Sie nur soviel Geld wie nötig mit. Sollten Sie dennoch auf dem Christkindlesmarkt bestohlen worden sein, dann wenden Sie sich „sofort“ an den nächsten Budenbesitzer und bitten ihn, die Polizei zu verständigen. Es gibt diesbezüglich eine freiwillige Übereinkunft zwischen der Stadt Nürnberg, den Budenbesitzern und der Polizei. Warten Sie unbedingt vor Ort auf das Eintreffen der Beamten!

Öffnungszeiten des Christkindlesmarkt Nürnberg 2018:

Christkindlesmarkt Vol. 202Montag – Mittwoch 9.00 – 20.00 Uhr

Donnerstag – Samstag 9.00 – 21.00 Uhr

Sonntag 10.30 – 20.00 Uhr

24.12. Heiligabend 9.00 – 14.00 Uhr

Eröffnung: 30. November 2018 14.00 Uhr

Prolog: 18.00 Uhr

Adressen:

Christkindlesmarkt Vol. 200Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg

Postfach 42 48

D-90022 N ü r n b e r g

E-Mail-Adresse: tourismus@nuernberg.de

Hotelreservierungen: http://www.hotel.nuernberg.de

Christkindlesmarkt Nürnberg: http://www.christkindlesmarkt.de


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Das Herbstvolksfest 2018 in Nürnberg – ein Film von Gerhard-Stefan Neumann …


Das Nürnberger Herbstvolksfest fand dieses Jahr vom 24. August bis zum 9. September am Volksfestplatz am Fuße der altehrwürdigen Kongresshalle statt. Familientage, Ladies Night, Fête Francaise – waren nur einige der vielen Attraktionen, mit denen die Schausteller die zahlreichen Besucher auf das Nürnberger Herbstvolksfest lockten. Und die Nürnberger und Nürnbergerinnen ließen sich denn auch nicht lange bitten. Zwar meinten es die himmlischen Mächte mit dem Wetter in der letzten August Woche mit dem Herbstvolksfest nicht besonders gut, aber in der Schlusswoche ließen sie es mit den spätsommerlichen Temperaturen noch einmal so richtig krachen.



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Allerheiligen + Allerseelen: Zeit zum Gedenken von Gerhard-Stefan Neumann …


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„Es kann nicht schaden, von Zeit zu Zeit die Augen zu schließen und die Hände zu falten – um sie danach wieder zu öffnen für die Aufgaben unserer Zeit und für unsere Mitmenschen.“

Johannes Rau

Allerheiligen + Allerseelen: Zeit zum Nachdenken von Gerhard-Stefan Neumann …

Im November nehmen wir Abschied. Abschied von Freunden, Verwandten und geliebten Menschen.

Es ist Herbst, November. An Allerheiligen und Allerseelen nehmen wir Abschied. Abschied von Freunden, Verwandten und geliebten Menschen. Wir gedenken unserer Toten, der Opfer und Hinterbliebenen der beiden furchtbaren und entsetzlichen Weltkriege, der Verstorbenen aus unseren Familien und Gemeinden. Wie jedes Jahr versammeln wir uns in diesen Tagen des „Trauermonats“ November vor den Kriegerdenkmälern, die zu Ehren der gefallenen Soldaten aus allen Kriegen errichtet wurden, und wir denken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Wie in jedem Jahr fragen wir uns, ob denn die Menschheit aus den vergangenen Kriegen – besonders dem Zweiten Weltkrieg – noch immer nichts gelernt hat. Bleiben die weltweite Flucht und Vertreibung von Millionen von Menschen noch immer ungesühnt, wird politisch motivierter Mord und Totschlag nur mit staatlich sanktionierten und eigentlich sinnlosen Militäraktionen beantwortet?

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Tag für Tag sterben auf der ganzen Welt Mütter, hilflose Säuglinge und Kinder an Unterernährung und mangelnder medizinischer Versorgung, während gleichzeitig ihre Ehemänner, Väter und Brüder für einen scheinbar gerechten Kampf in Afghanistan, im Gaza-Streifen, in Kurdistan, in Tschetschenien und anderswo auf der Welt ums Leben kommen. Und uns, den selbstgerechten und wohlgenährten Wohlstandsbürgern dieser Tage fällt nichts besseres ein als mehr oder weniger zaghaft und so gar nicht überzeugend zu murmeln:

„Das Boot ist voll“.

Dabei würde ein Dach über den Köpfen der Menschen, eine Handvoll Reis, ein Stück Brot und die eine oder andere Lebensmittelkonserve für den Anfang einer erfolgversprechenden Hilfe durchaus genügen.

Gerhard-Stefan Neumann – Freier Journalist + Werbetexter (GdbR) in Nuernberg – Politischer Kommentator ...

„Trauermonat November:

Die Reihe mehrerer Gedenktage eröffnet am 1. November das katholisches Fest Allerheiligen …“

Nürnberg (gsn) – Allerheiligen ist seit Anfang des neunten Jahrhunderts der bedeutendste Trauertag der Katholischen Christenheit. Die Gläubigen gedenken an diesem Tag, dem 1. November, ihrer Heiligen, Märtyrer und deren Seelen. Allerheiligen hat nicht nur eine herausragende Bedeutung als Feiertag in den katholisch geprägten Gemeinden unseres Landes, sondern auch als kultischer Festtag. In ihren frühen Ursprüngen begannen nämlich die Kelten ihr neues Jahr etwa zeitgleich mit dem heutigen November mit einer großen kultischen Totenfeier, der „Samhain“. In den späteren Jahrhunderten wurde dieser keltische Brauch von der Katholischen Kirche durch die Feste Allerheiligen und Allerseelen ersetzt.

Vor allem in den ländlichen katholischen Gemeinden und Pfarreien erzählen viele, vor allem ältere Menschen, noch immer, dass zur Mittagszeit an Allerheiligen die Seelen der Toten das Fegefeuer verlassen und bis zum Angelusläuten an Allerseelen am nächsten Tag ihre alten Wohnungen aufsuchen. Dieser charmante aber leider doch ziemlich abwegige Irrglaube ging in grauer Vorzeit sogar soweit, zu vermuten, dass in diesen Stunden geborene Säuglinge die Geister der Verstorbenen sehen oder zumindest erkennen können.

Gerhard-Stefan Neumann – Freier Journalist + Werbetexter (GdbR) in Nuernberg – Politischer Kommentator ...

Schon in den Tagen und Wochen vor Allerheiligen und Allerseelen werden die Gräber unserer Toten liebevoll gepflegt, hergerichtet, neu bepflanzt und manchmal auch in etwas übertriebener Art und Weise „herausgeputzt“. Diese großen christlichen Feiertage sind nicht nur anstrengende Tage für die Geistlichen vor Ort sondern auch eine arbeitsreiche Zeit für Floristen und Gärtner, deren Geschmack und kreatives Können gefragt sind. Dass es dabei auch um sehr viel Geld, Umsatz und Verdienst geht, soll die Trauer um unsere Verstorbenen nicht schmälern; schließlich geht es auch hier um zehntausende Arbeitsplätze.

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Nach dem Gottesdienst ziehen die katholischen Christen in einer gemeinsamen Prozession zu den Gräbern ihrer Angehörigen, um dort mit ihren Pfarrern zu beten. Die Gräber werden mit Weihwasser gesegnet und am späten Nachmittag läuten in den katholischen Gemeinden die Glocken der Kirchen. In diesen Stunden der Dämmerung des beginnenden Abends besuchen die Angehörigen noch einmal den Friedhof und zünden auf den Gräbern Kerzen und Laternen an und halten in stillem Gedenken an ihre heimgegangenen Lieben betend inne. In weiten Teilen unseres Landes ist es immer noch guter Brauch, dass sich an Allerheiligen und Allerseelen die ganze Familie gemeinsam vor den Gräbern im Gebet und Gedenken zusammenfindet.

„Allerseelen: Das ewige Licht leuchte ihnen …“

Auch für Allerseelen gilt, dass sich das christliche Gedenken unserer Toten auf ein Weiterleben in Gott und eine Wiederbegegnung mit ihm im ewigen Leben gründet und richtet. Übrigens:

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Schon die alten Römer kannten das Fest „mundus patet“. Die Feierlichkeiten dauerten drei Tage und während dieser zweiundsiebzig Stunden – so vermuteten die alten Römer – stiegen die „Manes“, die „Seelen“ aus der Unterwelt empor.

Die gewaltigen Flüchtlingsströme, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges über fast ganz Europa ergossen, brachten auch eine enorme Veränderung in den religiösen Bräuchen der Menschen mit sich. So hat sich der kirchliche Feiertag „Allerheiligen“ als höchster Trauertag für die Gläubigen der Katholischen Kirche behauptet, während an „Allerseelen“ vor allem die Christen der evangelischen und lutherisch reformierten Religionsgemeinschaften ihrer Verstorbenen gedenken. Dies geschieht ähnlich wie an Allerheiligen:

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Die evangelischen Christen nehmen in ihren Gotteshäusern an den Messfeiern teil und ziehen anschließend in gemeinsamen Prozessionen an die geschmückten Gräber und entzünden dort die „Ewigen Lichter“. Und auch dies soll nicht vergessen werden: In vielen bayerischen Dörfern, Gemeinden und kleineren Städten backen die Bäcker an Allerseelen noch ihr „Seelenbrot“. Inzwischen hat die Ökumene erfreulicherweise schon ein gutes Stück „ausgleichende Gerechtigkeit“ hergestellt: „Seelenbrezeln“ und „Seelenzöpfe“ werden an beiden Feiertagen gebacken und angeboten.

Und auch hier noch ein bisschen Historie:

Nach altem Glauben müssen die „armen Seelen“ spätestens bis mittags in ihr Fegefeuer zurückkehren. Ab dem frühen Nachmittag strömen deshalb die Kinder auf die Friedhöfe um an den Gräbern nach kleinen Geldgeschenken zu suchen, die die „armen Seelen“ angeblich dort für sie deponiert haben. Von dem Erlös kaufen sich die Kids die eben erwähnten „Seelenbrezeln“.

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In den traditionellen süddeutschen Bauerngehöften wird auch heute noch sehr darauf geachtet, dass an Allerseelen die Türen nicht laut ins Schloss fallen, damit ja keine „arme Seele“ versehentlich eingeklemmt wird, und leere Pfannen stehen selbstverständlich auch nicht auf dem Herd, denn eine „arme Seele“ könnte sich ja darin verbrennen.

Lebendiges Brauchtum wird von uns „Unwissenden“ und so modernen „Aufgeklärten“ oft belächelt oder zumindest für reichlich antiquiert angesehen. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass gerade dieses Brauchtum noch vor nicht allzu langer Zeit für diese Menschen lebensnotwendig war um Armut und Ungerechtigkeit überhaupt ertragen zu können. Die Hoffnung auf das ewige Leben – ein besseres Leben – überhaupt die Hoffnung auf das Paradies war für die Menschen Jahrhunderte lang der einzige Trost in ihrem bedrückenden, elenden und oft genug harten Alltag.

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„Das Geschäft mit dem Tod blüht …“

In unserer Zeit haben wir den Tod sozusagen „ad acta“ gelegt. Das alltägliche Sterben in den „Heute Nachrichten“ oder der „Tagesschau“ stört uns höchstens noch beim Verzehr des Abendbrotes.

Der „Tod“ ist nach wie vor eines der großen Tabu-Themen unserer Zeit und alles was mit ihm zusammenhängt wird tunlichst gemieden. Aids, Krebsgeschwüre, Kindstötungen, Mord und Totschlag passen nun mal nicht in die Landschaft der sensationslüsternen Spaßgesellschaft und die Krisengebiete sind Gott sei Dank weit weg. Wen kümmert es schon, wenn Babys und Säuglinge in Kurdistan oder Afrika vor Hunger und Unterernährung wegsterben wie die berühmt-berüchtigten Fliegen, wenn Kinder und Jugendliche im Nahen Osten, also im sogenannten „Heiligen Land“, von den Bomben, Gewehrkugeln, Granaten und Minen der „kriegführenden Parteien“ bei lebendigem Leib zerfetzt werden – und alles möglichst sensationsgerecht aufbereitet von den internationalen Medien. Ist die Saat der großen politischen Massenmörder des vergangenen Jahrhunderts also doch noch aufgegangen?

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„Sterben ist hierzulande ohne Zweifel eine teure Angelegenheit …“

Es besteht kein Zweifel daran, dass Sterben in den hochzivilisierten Industriestaaten, vor allem in den westlichen Kulturkreisen, eine sehr teure Angelegenheit ist.

Das „Geschäft mit dem Tod“ blüht. Jahr für Jahr haben die Bestattungsunternehmen, Blumenhändler, Geistliche, Gastronomen, Schreiner, Schmiede, Steinmetze, Totengräber und Trauerredner jede Menge zu tun, und die Angehörigen wissen oft nicht, wie und wovon sie die horrenden Rechnungen bezahlen sollen.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist eigentlich schon schlimm genug. Doch Sterben ist in diesen Zeiten eine wirklich teure Sache. Die Hinterbliebenen müssen mindestens über einen Betrag von 3.000 EURO verfügen, um dann letzten Endes als „Gegenwert“ nur ein sehr einfaches Begräbnis zu bekommen. Der Sarg ist in dieser Kostenrechnung noch nicht einmal enthalten, für die einfachste Ausführung sind mindestens 500 EURO zusätzlich zu bezahlen.

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Doch damit nicht genug. Die wirklich großen „Nutznießer“ in Sachen Tod sind die Gemeinden, Kommunen und Städte. Selbstredend verfügt jeder kommunale Kämmerer für den letzten Gang eines Menschen über eine mehr oder weniger raffiniert ausgeklügelte Gebührenordnung. Im bundesweiten Durchschnitt müssen es für eine Erdbestattung schon mindestens 700 EURO sein. Wird von den Angehörigen eine Feuerbestattung gewünscht, kommen etwa 50 EURO in Abzug.

In diesen sogenannten Grundgebühren sind lediglich die Aufbahrung des Verblichenen, der Aufbahrungsschmuck, die Kosten für die Trauerfeier und die anteilige Miete der Trauerhalle enthalten. Amtliche Bescheinigungen wie die „polizeiliche Abmeldung“ und die „Sterbeurkunde“ müssen extra bezahlt werden. Gleiches gilt für die anfallende „Aschenurne“ bei der Feuerbestattung. Mit erheblichen Kosten ist auch für die eigentliche Grabstätte zu rechnen. Je nach Lage des Grabes sehen die Gebührenordnungen der Städte hierfür Aufwendungen in Höhe von jährlich 250 – 300 EURO vor, und dieser Betrag muss gleich für zwölf Jahre im Voraus beglichen werden. Und damit hier keine Missverständnisse aufkommen, die Kosten für die jährliche „Grabpflege“ fallen natürlich ebenso zusätzlich an wie die Anschaffung eines „Grabsteines“ oder „Grabkreuzes“. Aber auch hier sehen die kommunalen Friedhofsordnungen Bestimmungen in den Ausführungen vor, so dass den „Einsparungsmöglichkeiten“ der Hinterbliebenen von vorneherein sehr enge Grenzen gesetzt sind. Andererseits soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass sich die meisten eine „preiswerte Variante“ schon aus „gesellschaftlichen Gründen“ gar nicht leisten können oder wollen .

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Doch damit nicht genug:

Wenn es nichts mehr zu helfen und zu heilen gibt, sind die „Damen und Herren in Weiß“ – die Ärzte – in Sachen Geldverdienen mit dabei; für den amtlichen „Totenschein“ sind laut ärztlicher Gebührenordnung noch einmal 50 EURO fällig. Sogenannte „Ergänzungskosten“ für „Trauerkarten“ und „Sterbebilder“ erinnern da schon eher an das uns allen wohlbekannte Wortspiel von den „Peanuts.“

Da die deutschen Krankenkassen ihre Sterbegeld-Leistungen drastisch eingeschränkt haben und dies vermutlich auch noch weiterhin tun werden, ist die Vorsorge für den „Fall der Fälle“ dringend geboten. Lassen Sie sich also beraten und schaffen Sie Rücklagen. Ob Sie dies bei einem „öffentlich-rechtlichen“ oder „privaten“ Bestattungsunternehmen tun, kommt auf Ihre finanziellen Möglichkeiten an.

„Jahr für Jahr haben die deutschen Bestattungsunternehmen gut zu tun …“

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Eine mittlere bundesdeutsche Großstadt hat heutzutage mehrere Friedhöfe. In der Regel unterhalten die größeren Kommunen ein oder zwei große und vielleicht noch einige kleinere und mittlere Grablegungen. Oft ist es so, dass gerade kleinere Friedhöfe schon längst geschlossen sind und nur noch aus kulturellen und religiösen Gründen erhalten werden. Dazu kommen noch konfessionell gebundene Einrichtungen, wie zum Beispiel „jüdische Friedhöfe“, aber auch hier gilt ähnliches, es gibt eben „alte“ und „neue jüdische Friedhöfe“.

Alle genannten letzten Ruhestätten schlagen natürlich in den Haushaltsbüchern der Gemeinden, Kommunen und Städte mit erheblichen Belastungen zu Buche. Zwischen 4.000 und 6.000 Beerdigungen „fallen“ in einer deutschen Großstadt durchschnittlich im Jahr an. Manche Friedhofsämter betreuen 50.000 und mehr Gräber. Einige größere Kommunen „leisten“ sich für ihre wenig begüterten Bürgerinnen und Bürger noch eigene Bestattungsdienste – wie lange noch, das wird sich zeigen.

Europas größte Friedhöfe befinden sich in Hamburg, Wien und Paris. Sollten Sie sich einmal auf einer Reise durch eine der drei Metropolen befinden, dann besuchen Sie dort diese großen Friedhöfe; zum Beispiel den „Zentralfriedhof“ in Wien oder den Friedhof „Montmartre“ in Paris. Auf dem „Zentralfriedhof“ in Wien fanden zum Beispiel Beethoven und Mozart ihre letzte Ruhestätte, auf dem Friedhof „Montmartre“ in Paris ruhen unter anderem Balzac, Heinrich Heine, Alexandre Dumas und die wunderschöne aber leider viel zu früh verstorbene französische Sängerin Dalida.

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„Der sanfte Abschied: Sterbende begleiten und Trauernde trösten …“

Egal welche trostvollen Worte wir auch finden und wie sehr wir uns auch um die Hinterbliebenen eines Verstorbenen bemühen, der Tod eines geliebten Menschen ist und bleibt eine sehr traurige Angelegenheit. Das Leid und der unsagbare Schmerz sind außerordentliche Belastungen und Herausforderungen für die Angehörigen.

Die Erkenntnis, „Sterben zu müssen“ – wegen einer schweren und unheilbaren Krankheit, eines tragischen und nicht vorhersehbaren Unglücks, mitten aus dem Leben gerissen zu werden, die endgültige Trennung von der Ehefrau, dem Ehemann, den Kindern, Brüdern und Schwestern – wer oder was kann diesen Menschen bei seinem letzten Schritt trösten? Wer begleitet den Sterbenden nicht nur bis zu seinem letzten Atemzug und tröstet auch noch die Hinterbliebenen und Trauernden? Oft genug tun dies die Geistlichen, Pastoren, Priester, Pfarrer und Sozialarbeiter der verschiedensten Religionsgemeinschaften und Einrichtungen der öffentlichen und privaten Sozialarbeit. Aber auch ganz „normale“ Mitmenschen machen mit, bringen sich ein, engagieren sich. Es sind die sprichwörtlichen „Helden des Alltags“ ohne die unser Sozialstaat schon längst am Ende wäre. Sie tun es für die eben genannten Einrichtungen, sie besuchen schwerkranke und sterbende Menschen in den Altersheimen, Hospizen, Krankenhäusern und Sterbehäusern, hören ihnen zu, finden tröstende Worte für sie, sind einfach da – am Krankenbett, am Sterbebett.

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Jeder kann helfen – man muss sich nur trauen, den Mut finden. Wie sagt ein deutsches Sprichwort: „Ich habe keine Angst vor dem Tode, nur vor einem langen Sterben“. Als Begleiter, Freund und Helfer eines Sterbenden kann „man“ eigentlich nicht viel verkehrt machen. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber es ist wirklich so.

Nur, versuchen Sie nicht den Sterbenden zu führen, lassen Sie sich führen. Schließlich weiß der Patient, der Sterbende selbst am besten, was er möchte und was er nicht möchte. Seien Sie also bei ihm, hören Sie ihm zu, halten Sie seine Hand, wischen Sie ihm den Schweiß von der Stirn – seien Sie ganz einfach nur da. Und so schwer es für Sie und Ihre Angehörigen sein mag – der Tod eines geliebten Menschen ist auch immer eine Botschaft an die Lebenden.

„Lasst mich in Frieden und Würde gehen und verzweifelt bitte nicht an meinem Tod. Und trauert nicht zu lange um mich. Ich lebe in Euren Herzen weiter und ich werde immer bei euch sein. Bitte vergesst mich nicht. Es war schön, Euch gekannt zu haben.“

Letzte Worte einer sterbenden jungen Mutter zu ihrem Mann und ihren Kindern.

Copyright © 2018 Gerhard-Stefan Neumann

Copyright und alle Rechte ausschließlich beim Autor. Nachdruck nur gegen Beleg und Honorar und „nur nach vorheriger Genehmigung“ gestattet.

„Die letzten Dinge regeln und den würdevollen Abschied zu Lebzeiten

vorbereiten“.

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Wenn der Tod ins Leben tritt, dann sollten wir vorbereitet sein. Doch die wenigsten von uns sind es tatsächlich. Der Tod ist immer noch eines der großen Tabu-Themen unserer Zeit. Dabei gehört er genauso zum Leben wie unsere Geburt. In den allermeisten Fällen kommt er plötzlich und unerwartet. Wer Vorsorge zu Lebzeiten trifft, handelt dagegen verantwortungsvoll gegenüber seinen Angehörigen.

Stichwort:

„Betreuungsgesetz“

So sorgen Sie wirkungsvoll für den Notfall vor! Mit einer „Vollmacht“ können Sie frühzeitig bestimmen und festlegen wer im Notfall für Sie entscheidet. Gesetzt den Fall, dass Sie durch einen Unfall oder durch eine plötzlich auftretende Krankheit nicht mehr entscheidungsfähig sind, kann der Inhaber einer „Vollmacht“ zumindest die „alltäglichen und üblichen Geschäftsvorfälle“ während Ihrer Abwesenheit oder Krankheit für Sie erledigen. Liegt eine solche Vollmacht nicht vor, begeben Sie sich zwangsläufig in die Hände des Vormundschaftsgerichtes. Mit einer sogenannten „Vorsorgevollmacht“ bestimmen Sie im Falle des dauerhaften oder längeren Verlustes Ihrer Geschäftsfähigkeit Ihren „gesetzlichen Vertreter“. Diese Vollmacht sollte unbedingt notariell beglaubigt oder noch besser durch einen Notar und in Gegenwart Ihrer Vertrauensperson ausgefertigt werden. So können Sie wenigstens sicher sein, dass im Notfall in Ihrem Interesse entschieden wird. Mit der „Betreuungsverfügung“ legen Sie schon frühzeitig fest, wer im Falle einer „(dauerhaften) Erkrankung“ als Ihr Betreuer tätig werden und wer es „nicht“ darf. Auch hier gilt:

Holen Sie frühzeitig den Rat eines erfahrenen Anwaltes ein!

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Es gibt sie schon seit einigen Jahren und trotzdem ist sie in der breiten Bevölkerung immer noch weithin unbekannt. Die Rede ist von der „Patientenverfügung“. Mit dieser Verfügung nehmen Sie Ihr „Selbstbestimmungsrecht“ für den Fall wahr, dass Sie zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen über sich und ihr Leben nicht mehr selbst entscheiden und bestimmen können. Im Falle einer unheilbaren oder lebensbedrohenden Krankheit können Sie im Voraus bestimmen, ob Sie den Einsatz von medizinischen und lebenserhaltenden Maßnahmen wünschen und in welchem Rahmen Sie diese an sich vorgenommen haben möchten. Wichtig: Auch hier gilt eine frühzeitige Abfassung und Hinterlegung bei einer Person Ihres Vertrauens. Naheliegend für den Patientenbrief wäre in diesem Falle der Hausarzt. Nachdem die Rechtsordnung in dieser Frage noch immer keine zuverlässigen Grundsätze entwickelt hat, empfehlen wir auch hier, unbedingt juristischen Rat einzuholen.

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„Über Nacht zu (Voll)Waisen geworden“. Diese Vorstellung ist für jedes Elternpaar der reine Albtraum. Glücklicherweise geschieht dies höchst selten, aber ganz unbeachtet sollten es verantwortungsbewusste Eltern nun auch wieder nicht lassen. Eltern können nämlich vorsorgen, zum Beispiel mit einem Testament. Ein Testament ist natürlich zunächst dazu da, um vorhandene Vermögenswerte an spätere Erben zu verteilen. Es kann aber auch festlegen, wer sich im Falle Ihres Ablebens als Vormund um Ihre Kinder kümmern soll. Für Ihre Kindern können Sie natürlich auch finanzielle Vorsorge treffen und auch bestimmen, wie Sie sich im Falle Ihres Todes zum Beispiel die Ausbildung Ihrer Kinder vorstellen.

Leider stellt die Abfassung eines Testamentes für die meisten unserer jungen (Ehe)Paare eine scheinbar unüberwindliche Barriere da. Deshalb von unserer Seite ein vielleicht hilfreicher Ratschlag: Wenn Sie schon einmal bei einem Notar sind, beispielsweise wegen eines „Ehevertrages“ oder eines „“Grundbuch-Eintrages““ oder warum auch immer, überwinden Sie sich und sprechen Sie auch das Testament mit an. Gerade in unserer so „lebhaften“ und „rasanten“ Zeit sollte man einen tragischen Unfall oder einen schweren Unglücksschlag nie ausschließen. Manchmal „trifft“ es eben auch einen selbst.

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Ist dann der „Fall des Falles“ – der Abschied für immer – eingetreten, dann wäre es für Ihre Hinterbliebenen mit Sicherheit sehr hilfreich zu wissen, dass Sie für die Kosten Ihrer Beerdigung entsprechende finanzielle Vorsorge getroffen haben, beispielsweise mit einer „Sterbegeldversicherung“. Diese Versicherung haben nicht mehr alle Lebensversicherungs-Unternehmen im Programm, es gibt sie aber noch als „Gruppenvertrag“ bei den privaten und öffentlich-rechtlichen Bestattungsunternehmen. Auch verfügt der eine oder andere Berufsverband noch über entsprechende Verträge. Diese Versicherung ist gerade jungen Ehepaaren dringend anzuraten, weil sie einerseits mit niedrigen Beiträgen relativ preisgünstig ist, und andererseits noch an einer, wenn auch einer sehr bescheidenen Überschussbeteiligung partizipiert. Die Auszahlungsbeträge liegen im allgemeinen zwischen 1.500 und etwa 10.000 EURO. Wesentlich teurer sind natürlich die sogenannten „Bestattungs-Treuhandverträge“ die von den bundesdeutschen Bestattungsunternehmen in Zusammenarbeit mit den Lebensversicherungen angeboten werden. Sie bieten allerdings auch eine bessere Verzinsung und entsprechende Zusatzleistungen.

Auch hier gilt unser dringende Bitte:

Informieren Sie sich „vor“ einem Abschluss und holen Sie sich gegebenenfalls fachkundigen Rat ein.


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Stadt Nürnberg: Die Umgestaltung und Erneuerung des Bahnhofvorplatzes – von Gerhard-Stefan Neumann …


Die Frankenmetropole Nürnberg gleicht in diesen Tagen eher einer Großbaustelle als einer mittleren deutschen Großstadt. Überall wird gebaut, gebuddelt und gebaggert und ist die eine Baustelle dann endlich mal fertig, wird sofort eine neue aufgemacht. Klar doch, die Gebäude und Einrichtungen aus den fünfzigern und frühen sechziger Jahr des vergangenen Jahrhunderts sind heutzutage nicht mehr zweckmäßig und müssen erneuert werden. Die Stadtverwaltung hat auch oft genug die Aufträge hinausgeschoben, was jetzt natürlich umso teurer wird. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde die Umgestaltung und Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes endlich in Angriff genommen und wir werden nach und nach einige Videoclips über die umfangreichen Baumaßnahmen veröffentlichen.



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Bahnland Bayern: Der Hauptbahnhof in Nürnberg von Gerhard-Stefan Neumann …


In Sachen Eisenbahngeschichte hat die Stadt Nürnberg im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte geschrieben. War die Stadt im Mittelalter schon eine Metropole von nationalem Rang so ist sie mit der Erfindung der Eisenbahn und der späteren Einbindung in das deutsche und europäische Eisenbahnnetz erst so richtig bedeutend geworden. Heute wird der Nürnberger Hauptbahnhof täglich von etwa 150.000 Menschen in Anspruch genommen die das breite Angebot der unterschiedlichsten Verkehrsmittel nutzen. In der Rangliste der der deutschen Bahnhöfe liegt der Bahnhof auf Platz 10. In der Rangliste der Deutschen Bahn AG wird der Nürnberger Hauptbahnhof als Bahnhof der Kategorie 1 unter dem Kürzel NN Hbf geführt.



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Der Woehrder See in Nuernberg: Good bye Colorado + Mississippi – von Gerhard-Stefan Neumann …


Ein Besuch in der fränkischen Noris lohnt eigentlich immer und dies nicht nur zur Weihnachtszeit. Sicher, Christkindlesmarkt, echte Nermbärcher Bratwerscht, Glühwein und Weißbier locken die Touristen aus aller Herren Länder Jahr für Jahr in die „fränkische Hauptstadt“ im Norden des weißblauen Freistaates.

Doch Nürnberg hat noch viel mehr zu bieten:

In Sachen Freizeit und Erholung haben die Franken in den letzten fünf Jahrzehnten Maßstäbe gesetzt. Ein Beispiel dafür ist der „Wöhrder See“ in Nürnberg. Geplant als Hochwasser-Schutzspeicher für die beiden Flüsse „Fränkische Rezat“ und „Schwarzach“, hat er sich in den letzten drei Jahrzehnten nicht nur zu einem Naherholungsgebiet für die Nürnberger Bevölkerung sondern auch zu einem anerkannten Schutzgebiet für seltene Vogelarten entwickelt.

Der „Wöhrder See“ und die angrenzende „Wöhrder Wiese“ sind heute unverzichtbare Bestandteile des kulturellen Lebens in der Frankenmetropole:

Zahlreiche Open-Air-Veranstaltungen und Sommerfeste bieten fast für (fast) jeden Geschmack die richtige Freizeitunterhaltung. „Mitmachen“ ist von Seiten der Veranstalter durchaus erwünscht – Rücksichtnahme auf die berechtigen Interessen der Anwohner wird allerdings vorausgesetzt. Doch dies scheint für „unsere lieben deutsche Landsleute“ ein gänzlich unbekanntes Fremdwort zu sein. Die bundesdeutsche „Spaß-Gesellschaft“ hat zwar erhebliche Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, aber auf ihr lautstarkes Vergnügen wollen die Kids dieser Tage nun partout nicht verzichten.



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